WhatsApp erst ab 16 Jahre? Messenger prüft Mindestalter

Der Nachrichtenservice WhatsApp hat kürzlich angekündigt, das Mindestalter für die Nutzung seines Dienstes von 13 auf 16 Jahre anzuheben. WhatsApp selbst hat jedoch nicht gesagt, wie und ob es das Alter der Benutzer überprüfen wird. Das könnte bedeuten, dass Kinder unter 16 Jahren in der Lage sind, den Dienst mehr oder weniger uneingeschränkt zu nutzen. Grund für den ganzen Wirbel ist die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), welche kürzlich, am 25. Mai 2018 in Kraft trat.

Heute wissen wir, dass WhatsApp keinen „intelligenten“ Mechanismus verwendet, um das Alter der Kinder zu verifizieren. WhatsApp führte lediglich überarbeitete AGBs und Datenschutzrichtlinien ein, welche man mit einem einfachen Klick bestätigen kann. Die Idee der neuen DSGVO sollte hingegen sein, dass die Zustimmung im Beisammensein der Eltern gegeben wird. Potentielles Schummeln ist entsprechend möglich.

Aus gegebenen Anlass empfehlen wir, Eltern mit Ihren Kindern durch WhatsApp und den einzelnen Funktionen zu gehen, um somit potentiellen Gefahren vorzubeugen. Ein Verbot der App bringt oftmals nichts, da Kinder meist technisch versierter als die Eltern sind. Ein offener Dialog mit den jungen Nutzern und über die Risiken aufzuklären ist oft der bessere Weg.

 

WhatsApp EU-Datenschutzgrundverordnung

WhatsApp: kurze Aufklärung der Kinder mit den Eltern

Die Empfehlung ist ein anonymisiertes Bild. Ein Cartoonbild oder unscharfes Foto schützt vor gefahren und gewahrt die Privatsphäre.

Kontakte pflegen unter gleichaltrigen Kindern ist wichtig. Man sollte jedoch darauf achten, dass man sein Gegenüber kennt. Das verbinden mit älteren unbekannten Personen muss vermieden werden.

Dem Kind sollte es bewusst sein, dass das Internet nie vergisst. Eine privat preisgegebene Nachricht kann sich schnell verbreiten und man sollte sich nie auf die Löschfunktion in WhatsApp verlassen.

Sorgfalt ist auch beim Umgang mit den Daten der Freunden gefragt. Das weiterleiten einer Nachricht sollte daher genau überlegt sein.

Das besprechen der neuen Datenschutzeinstellung zusammen mit dem Kind kann helfen, um das Bewusstsein des Datenschutzes zu wecken.

Am Ende ist es die Einschätzung der Eltern, ob ihre Kinder verantwortungsvoll mit den Daten umzugehen wissen. Die Eltern sind dafür verantwortlich sich damit auseinanderzusetzen und es sollte kein verlass darauf sein, dass WhatsApp seine AGBs und Datenschutzbestimmung auf die neue EU-Datenschutzgrundverordnung angepasst hat.

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